Agile Strategie

Bergauf mit Rückenwind: Digitale Transformation gestalten

„Wir merken, dass wir so nicht weiter machen können. Was können wir am besten tun?“ Viele Unternehmen und Organisationen haben erkannt, dass die Digitalisierung und Globalisierung Veränderungen  bei der Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsmodelle braucht. Zeitgleich verändert sich auch die Organisationskultur. Sie leben in der „alten Welt“ und wissen, dass sie sich auf den Weg in die „neue Welt“ machen müssen.

Bergauf mit Rückenwind heißt, dass es anstrengend wird, und dass man es sich auch leicht machen kann (Empowering der Mitarbeitenden) und Trends nutzt, statt sie zu bekämpfen.  Die drei nachfolgenden Übersichtsbilder zu 1. Agile Strategie,  2. Agile Mitarbeitenden und 3. Transformatives Mind Set zeigen die unterschiedlichen Ebenen auf, auf denen Veränderungen stattfinden.

Agile strategieStrategische Agilität – Chancen nutzen

Nachdem Organisationen in der Vergangenheit einen Schwerpunkt im Bereich Prozessoptimierung und Effizienz gesetzt haben, kommt nun ein neuer Aspekt hinzu, der in einer zunehmend komplexeren Welt notwendig ist: Strategische Agilität.

Strategische Agilität ist die Fähigkeit schnell und selbstbewusst Chancen zu nutzen und  Gefahren auszuweichen (Vgl. John Kotter in Accelerate)

Es beginnt mit der Erkenntnis „Wir müssen“ und dann folgt im besten Fall das Commitment in der Führungsebene „Wir wollen uns auf den Weg machen. Auch, wenn’s uns jetzt noch gut geht.“

Die Dringlichkeit und der Sinn muss allen Mitarbeitenden vermittelt werden. Hier bieten sich regelmäßige Informationsveranstaltungen und Austauschforen an. Führungskräfte geben in dieser Zeit Orientierung, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickeln wird. Konkrete Ziele können dabei noch nicht formuliert werden.

 

Strategische Agilität

High Performing Teams oder Working Out Loud Gruppen können als Initiativen formuliert werden. Um dafür Mitarbeitenden zu gewinnen ist das wichtigste die Freiwilligkeit / intrisische Motivation. Mitarbeitende werden nicht benannt, um in den Teams zu arbeiten, sondern können sich bewerben. Und genau da liegt der Kraftpunkt für Veränderungen. Mobilisieren Menschen, die wollen und sie bekommen viel Engagement und Energie für die Sache. Menschen die nicht wollen, wollen eben noch nicht. Es würde viel Energie kosten diese zu überzeugen. Vorzuleben, dass es gehen kann, hat eine viel größere Wirkung als „überzeugen wollen“.

In den Teams wird hierarchiefrei auf Augenhöhe zusammengearbeitet, mit einem hohen Anteil an Selbstorganisation. Damit das funktioniert braucht man Freiräume in Form von Partizipation und auch Räume, in denen Netzwerke arbeiten können (Coworking Räume). (Siehe auch Agile Mitarbeitende)

Selbstorganisation funktioniert nicht immer von alleine. Führungskräfte, die Teams bei der Selbstorganisation unterstützen, brauchen neue Kompetenzen in Methoden und Moderation von Gruppen und eine Haltung, die Menschen „empowert“. (Siehe Transformatives Mind Set).

Quick Wins helfen den Teams und motiviert weiter zu machen. Feiern Sie auch kleine Erfolge, wie Verbesserungen am Produkt, dass nach einem Design Thinking Workshop mit Kunden entwickelt wurde.

Die Initiativen, die Sie ins Leben gerufen haben, entwickelt sich weiter. Hinterfragen Sie im Team, ob sie so weiter arbeiten wollen, oder ob es andere Möglichkeiten der Zusammenarbeit gibt. Nichts muss so bleiben wie es ist, wenn es besser geht.

Lessons Learned sollten regelmäßiger Bestandteil von Meetings in allen Ebenen werden. Fehler werden als Lerngeschenke betrachtet und Verbesserungen eingeführt werden.

Neue Ideen zu Geschäftsmodelle oder Produkten können erst als Prototyp getestet werden. „Fail First“ ist die Devise. Kundenfeedback so früh wie möglich einholen, auch wenn das Produkt noch nicht fertig ist. Business Model Canvas ist eine Methode, wie Prototypen als Business weiterentwickelt werden. Ist das OK von der Geschäftsführung da, kann man die Idee mit Scrum agil weiterentwickeln.

Agile Mitarbeitende – Verantwortung übernehmen

Mitarbeitenden sehen Chancen und Risiken, wenn sie in der Selbstverantwortung gefördert werden und Raum für Selbstwirksamkeit im Unternehmen vorhanden ist.

Im Bild sind Möglichkeiten aufgeführt, die sie nutzen können, um Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit zu ermöglichen. Wichtig ist auch die Methodenkompetenz von Führungskräften, wenn sie Gruppen moderieren. Ich schreibe und zeichne darüber gerade ein Buch, welches im Oktober 2018 erscheinen wird. 🙂

Agile Mitarbeitende

Transformative Mind Set – Fokus auf das Wesentliche

Die besten Methoden und Strategien nutzen nichts, wenn ich innerlich und äußerlich am verzweifeln bin. Doch die Welt ist nicht so, wie wir sie gerne hätten. Sie ist so wie sie ist. Und die Menschen um uns herum sind nicht so, wie wir sie gerne hätten, sondern sie sind wie sie sind. Und sie können uns nur das geben, was sie uns geben können.

Jeder hat einen guten Grund für sein Handeln, und das die Organisation sich entwickelt hat, wie sie sich entwickelt hat, hat auch eine guten Grund. Wohlwollend und verstehend auf Situationen und Menschen zu schauen, ist ein wichtiger Schritt, um Türen zu öffnen und Veränderung zu ermöglichen. Sie können einladen, Angebote machen und Wünsche formulieren.  Und die, die mit gestalten wollen unterstützen.

Basics Transformation

Als vertiefende Leseempfehlung  kann ich  zwei Bücher empfehlen: Agil und erfolgreich führen von Katrin Greßer und Renate Freisler, und Digitalisieren mit Hirn von Sebastian Purps-Pardigol   

Ebenso kann ich empfehlen Achtsamkeitstraining anzubieten. SAP, RWE und andere Unternehmen machen vor, in welch positive Richtung sich die Zufriedenheit am Arbeitsplatz entwicklen kann, wenn Menschen bewusster arbeiten und leben.

Bleiben Sie neugierig und mutig – das liegt in unseren Genen.

Nette Grüße Tanja Föhr

THX :)

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