Klimakommunikation – die ankommt

Recht haben reicht nicht.

Das ist der Satz, auf dem unser gesamtes Angebot zur Klimakommunikation aufbaut. Die meisten Klimakommunikationsprozesse scheitern nicht, weil die Argumente falsch sind – sondern weil die Art zu kommunizieren genau die Abwehr auslöst, die sie verhindern wollen. Wer sich belehrt fühlt, hört auf zuzuhören. Wer moralisch unter Druck gesetzt wird, geht in Widerstand – nicht gegen die Sache, sondern gegen das Gefühl, bevormundet zu werden.

In über 15 Jahren Moderationsarbeit haben wir erlebt: Das Problem der Klimakommunikation ist fast nie ein Wissensproblem. Es ist ein Beziehungsproblem.

Unsere Arbeit beginnt deshalb immer beim Menschen – nicht beim Thema.


Das Handbuch: Praxiswissen zum Download (in Kürze)

Unser Praxishandbuch „Recht haben reicht nicht – Klimakommunikation für Menschen, die Veränderungen begleiten“ fasst das Wesentliche zusammen: Warum Klimakommunikation scheitert, welche psychologischen Mechanismen dahinterstecken und welche Formate und Formulierungen wirklich funktionieren.

Das Handbuch richtet sich an Moderator:innen, Führungskräfte und Change-Verantwortliche. Es verbindet Erkenntnisse aus Organisationspsychologie, Verhaltensforschung und politischer Kommunikation mit konkreten Checklisten und Gesprächsleitfäden.

→ Handbuch kostenlos herunterladen: [Link folgt in Kürze]


Was wir anbieten

Prozessmoderation

Klimathemen brauchen professionelle Moderation – besonders wenn Skepsis, Widerstand oder Resignation im Raum sind. Wir begleiten Konferenzen, Strategietage, kommunale Beteiligungsprozesse und Stakeholder-Dialoge. Mit Live-Visualisierung und Graphic Recording machen wir komplexe Zusammenhänge sichtbar, diskutierbar und erinnerbar.

Unser Ansatz: Widerstand wird nicht bekämpft, sondern als Information gelesen. Wir fragen nicht „Wie überzeugen wir die Skeptiker?“, sondern „Was sagt uns ihr Widerstand über das, was die Organisation braucht?“

Beispiele:

  • Stakeholder-Dialoge zu kommunalen Klimaschutzmaßnahmen
  • Strategietage mit dem Thema Nachhaltigkeit als Querschnitt
  • Zukunftswerkstätten und World-Cafés
  • Konferenzmoderation mit Graphic Recording
  • Betriebsversammlungen zu klimabedingten Transformationsprozessen

Training

Unsere Trainings befähigen Menschen und Teams, Klimathemen so zu kommunizieren, dass sie ankommen – ohne Zeigefinger, ohne Katastrophenszenarien, ohne Abstraktionen, die kein Bild erzeugen.

Die Trainingsinhalte folgen den Prinzipien des Handbuchs:

  • Erst ankoppeln, dann informieren – Was beschäftigt die Menschen wirklich, und wie dockt das Klima dort an?
  • Verlust vor Gewinn – Wie wir die Verlustaversion psychologisch richtig adressieren, statt mit Gewinnversprechen zu scheitern.
  • Identität nicht angreifen – Veränderung als Weiterentwicklung rahmen, nicht als Bruch.
  • Handlung vor Überzeugung – Warum die kleinste erste Erfahrung wichtiger ist als das beste Argument.
  • Der Bote ist die Botschaft – Wer spricht, entscheidet über die Wirkung – nicht nur was gesagt wird.
  • Richtung statt Versprechen – Ehrlichkeit über den Weg schafft mehr Vertrauen als optimistische Folien.

Trainingsformate:

Impulsvortrag (45–90 Min., ab 20 Personen) Einstieg in evidenzbasierte Klimakommunikation – die drei Grundfehler, die Psychologie dahinter, und was stattdessen funktioniert.

Halbtages-Workshop (3–4 Std., 8–20 Personen) Entwicklung einer konkreten Klimabotschaft für Ihre Organisation. Mit dem Abstraktionsentzug-Format aus dem Handbuch: Politiksprache in Alltagssprache übersetzen, Bilder statt Begriffe.

Zweitages-Sprint (2 Tage, 10–30 Personen) Von der Diagnose bis zum fertigen Kommunikationskonzept – inklusive Zielgruppentest, Formulierungshilfen und Moderationsleitfaden für schwierige Klimagespräche.

Trainingsreihe: Klimabotschafter:in (3 Module, 6–15 Personen) Mehrteilige Qualifizierung für Menschen, die Klimathemen in ihrer Organisation vertreten. Inhalte: Grundlagen der Klimapsychologie, wirksame Framings, Umgang mit Skepsis und populistischen Narrativen, Peer-to-Peer-Kommunikation und erste-Erfahrungen-gestalten.


Welche Klimathemen?

Klimakommunikation ist überall dort gefragt, wo Veränderung auf Menschen trifft – nicht nur in der großen Politik, sondern im Alltag von Organisationen, Kommunen und Teams. Unsere Angebote sind branchenoffen und thematisch nicht begrenzt. Typische Felder, in denen wir arbeiten:

Energiewende – Photovoltaik, Wärmepumpen, Nahwärmenetze, Gebäudesanierung: Technisch oft klar, kommunikativ oft unterschätzt. Besonders in Betrieben und Kommunen, wo Investitionsentscheidungen und persönliche Betroffenheit eng zusammenliegen.

Mobilitätswende – E-Mobilität, Radverkehr, ÖPNV, Dienstwagen-Regelungen: Kaum ein Thema löst so viel Reaktanz aus, weil es Autonomie und Gewohnheit direkt berührt.

Ernährungswende – Kantinen, Betriebsverpflegung, Beschaffung: Kleine Stellschrauben mit großer Wirkung – wenn die erste Erfahrung stimmt (und oft ist genau das das Problem).

Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz – Abfall, Materialkreisläufe, Einkauf: In produzierenden Unternehmen oft ein Einstiegsthema, weil die Kostenlogik die Klimalogik stützt.

Biodiversität und Flächennutzung – Naturschutz, Landwirtschaft, Stadtentwicklung: Themen, bei denen Interessenkonflikte besonders offen zutage treten und Moderation entscheidend ist.

Klimaanpassung – Hitze, Starkregen, Trockenheit: Der unterschätzte Teil der Klimadebatte, der in Kommunen und Infrastrukturorganisationen zunehmend dringlicher wird.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) – Schulen, Hochschulen, Weiterbildungseinrichtungen: Wie wird Klimakommunikation selbst zum Lerngegenstand? Wir unterstützen Bildungseinrichtungen dabei, BNE nicht als zusätzliches Thema aufzusetzen, sondern als Haltung zu verankern – in der Lehre, in der Organisation und in der Kommunikation nach außen.

Gemeinsam ist all diesen Themen: Die fachlichen Antworten liegen meist vor. Was fehlt, ist die Kommunikation, die Menschen von der Information zur Handlung bringt.


Für wen?

Das Angebot richtet sich an alle, die Klimathemen nicht nur kommunizieren, sondern damit Menschen in Bewegung bringen wollen:

Kommunen und Verwaltungen · Unternehmen und KMU · Führungskräfte in Transformationsprozessen · Moderator:innen und Trainer:innen · NGOs und Verbände · Energie- und Umweltbranche


Kontakt

Tanja Föhr FÖHR – Agentur für nachhaltige Innovationskulturen Am Biotop 14 · 30926 Seelze Mobil 0174 16 77 845 · tanjafoehr@icloud.com · www.tanjafoehr.com